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Burnout - was ist das ?

Burnout betrifft heute Menschen jeden Alters und aus fast jeder Berufsgruppe.
Burnout wird als “Zustand der totalen Erschöpfung” charakterisiert. Burnout ist ein Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderung, die von innen oder außen - durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft - kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt ( lt. Herbert J. Freudenberger - Psychoanalytiker ).

Wer besonders davon betroffen ist ?

In den 90er Jahren galt das Ausbrennen als typische Managerkrankheit. Doch mittlerweile tritt dieses Syndrom schon in allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten auf. Besonders belastet sind Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie Lehrer.
Aber auch Angestellte im Dienstleistungssektor mit hohem Kundenkontakt und Führungskräfte aller Branchen sind immer öfter von Burnout betroffen.

Die Betroffenen werden auch immer jünger - selbst Schulkinder, die mit Aktivitäten überhäuft und überfordert werden, tappen bereits in die Burnout-Falle.

Die typischen Burnout-Merkmale !

Burnout ist ein schleichender Prozess. Meist zeigt es sich zuerst in emotionalen Warnsignalen wie Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwächen. In weiterer Folge kommen soziale Symptome wie Isolierung und Rückzug hinzu, sowie so genannte “problematische Einstellungen” wie Zynismus und Verlust von Idealismus.

Betroffene wirken gereizt, deprimiert und unzufrieden. Auf der körperlichen Ebene trefen vielfach Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, schmerzhafte Muskelverspannungen, Verdauungsstörungen und plötzliche Gewichtsschwankungen auf.

Im Endstadium des Burnouts stehen existenzielle Verzweiflung, das Gefühl der Hilflosigkeit verdichtet sich zur Depression. Zuletzt folgt die totale Sinnlosigkeit, die nicht selten im Suizid endet.

Welche Gründe können ein Burnout hervorrufen ?

Die Hauptursachen liegen meist in den beruflichen Rahmenbedingungen. Enormer Zeitdruck, überdurchschnittliche Arbeitsbelastung, Mobbing, mangelnde Anerkennung, Be- und Entlohnung sowie Mitbestimmung führen zu einem Rollenkonflikt zwischen Wunschbild und Realität.

Wie kann man Burnout behandeln ?

Im Anfangsstadium kann professionelle Hilfe durch Lebens- und Sozialberater präventiv unterstützen.
Im fortgeschrittenen Stadium vergeht in Burnout-Syndrom aber nicht einfach wieder. Medizinische und/oder therapeutische Hilfte ist notwendig. Die Betroffenen werden in einer gezielten Psychotherapie behandelt. Als Ergänzung werden zunehmend auch natürliche Präparate verschrieben, die diese auf die Serotonin-Aufnahme und damit auf die Stimmung einen positiven Einfluss nehmen. Dennoch ist in den meisten Fällen eine psychopharmakologische Behandlung mit Antidepressiva unumgänglich.

Ich habe dieses Thema aufgegriffen, da es laut Statistiken immer mehr Menschen betrifft. Im nächsten Beitrag werde ich das Thema “Depression” aufgreifen.

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